Methode
Vier Sorten Seite, und alle sind geschrieben
Eine Welt-Seite erzählt einen Überlieferungsraum in Abschnitten — Weltbild, Götter, Totenreich, Kult, Nachleben —, und jeder Abschnitt trägt seine eigenen Quellen mit Stelle. EineGestalt-Seite tut dasselbe für einen Gott, einen Helden, ein Wesen. EineThema-Seite legt eine Frage über alle Welten und zeigt jede Fassung gleichrangig. EineBrauch-Seite stellt die Erzählung über den Ursprung neben das, was belegt ist.
Das ist Handarbeit — lesen, formulieren, belegen —, und deshalb entstehen solche Seiten einzeln. Heute sind es 4 erhobene Welten, und das Register kennt 1'166 Gestalten.
Warum nicht eine Seite je Gottheit
Weil das ein Inventar wäre, kein Nachschlagewerk. Wikidata führt für die 4 erhobenen Welten1'166 Gestalten — Griechenland 329, Ägypten 330, Rom 473, Mesopotamien 40. Die meisten davon bestünden als Seite aus drei Zeilen: ein Name, eine Klasse, vielleicht ein Vater. Eine Fläche, die so etwas tausendfach ausliefert, verspricht, was sie nicht hält.
Deshalb liefert Wikidata hier das Register und die Verwandtschaft — nicht den Text. Wer keine geschriebene Seite hat, steht auf seiner Welt-Seite mit Namen und Verweis auf den Eintrag. Gezählt, nicht versteckt.
Der Vergleich steht nicht in den Daten
Von 329 griechischen Gestalten tragen 83 — 25 Prozent — einen Verweis darauf, mit wem sie in einer anderen Welt gleichgesetzt werden. Zeus und Jupiter lassen sich abfragen. Die Flut, die Schöpfung, das Totengericht lassen sich nicht abfragen; sie stehen in Texten, nicht in Feldern. Die Thema-Seiten sind deshalb geschrieben, jede Fassung mit ihrer Stelle — und wo es keine geschriebene gibt, gibt es keine.
Ein Bild heisst nicht wichtig
381 von 1'166 Gestalten im Register tragen ein Bild, 33 Prozent. Die Auswahl heisst „jemand hat ein Bild eingetragen", nicht „diese Gestalt ist wichtig". Wo hier Bilder stehen, steht die Gegenzahl daneben, und der Urheber steht direkt unter dem Bild — eine Lizenzbedingung, die man erst nach zwei Klicks erfüllt, erfüllt man nicht.
Keine Stelle, kein Satz
Mythologie ist voll von Halbwissen, das sich richtig anfühlt. Deshalb trägt jede Quelle hier ihreStelle — Vers, Paragraph, Kapitel —, nicht nur den Titel des Werks. Ein Abschnitt ohne Quelle lässt den Bau dieser Fläche scheitern; das ist ein Riegel, kein Vorsatz. Aber der Riegel prüft, dass eine Quelle da ist, nicht, ob der Satz stimmt. Geschriebene Sätze werden deshalb gegen die Stelle gegengelesen, bevor sie hier stehen. Wo Ihnen trotzdem etwas auffällt: jede Stelle ist verlinkt.
Wo Überlieferungen sich widersprechen, zeigen wir den Widerspruch
Hesiod lässt Aphrodite aus dem Meerschaum entstehen, Homer macht sie zur Tochter des Zeus. Beides steht da, mit Stelle. Eine Seite, die sich für eine Fassung entscheidet, sieht sicherer aus, als sie ist — und bei Mythen ist die Vielfalt der Fassungen nicht ein Fehler in den Daten, sondern die Sache selbst.
Namen: deutsch, wo es einen gibt
454 Gestalten im Register tragen keinen deutschen Namen; wo ein englischer da ist, steht der, mit (en) markiert. 65 tragen weder das eine noch das andere und stehen nur als Kennung im Bestand. Und 6 stehen in zwei Welten zugleich — Wikidata führt Apollon als griechische und als römische Gottheit —, sie werden einmal gezählt und in beiden Registern genannt.
Prosa entsteht hier selbst
Was hier nicht steht, ist abgeschriebener Text. Die Überlieferung selbst wird zitiert — Homer, Hesiod, die Pyramidentexte — in gemeinfreien Übersetzungen, mit Stelle, und die Originaltexte sind verlinkt. Angaben aus Wikipedia stehen unter einer Lizenz, die sich auf alles überträgt, was man daraus baut; sie werden hier nicht verwendet. Fakten kommen aus Wikidata, Sätze entstehen hier.
Lebende Religionen
Diese Fläche handelt von alten Überlieferungen. Wo ein Thema ohne eine heute gelebte Religion nicht auskommt — die Flut ohne Noah —, steht die Fassung mit derselben Quellenpflicht wie alle anderen, und mit demselben Wort: Überlieferung. Eine eigene Welt-Seite bekommen lebende Religionen vorerst nicht; das ist eine Entscheidung, keine Lücke.
Was diese Fläche prüft — und was nicht
Der Bestand prüft sich selbst, bevor etwas ausgeliefert wird: dass jede Gestalt ihre Kennung trägt, dass die Befunde oben noch gelten, dass jedes Bild einen Nachweis hat und jeder Verweis auf eine Datei zeigt.Diese Prüfungen sichern die Daten, nicht die Sätze.